Bürgermeister

Horst Nattke

Sprechstunden

Donnerstag 17:00 bis 19:00 Uhr im Gemeindezentrum Heinersbrück

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Über die Gemeinde...

Das Leben in der Gemeinde Heinersbrück/Móst und die sie umgebende Landschaft sind stark von der Erschließung des Braunkohletagebaus und der Energiegewinnung geprägt.
Überall finden sich Spuren der Veränderung, die für die Bewohner z. T. auch schmerzliche Erfahrungen mit sich brachten.

Ganzjährig werden die sorbischen/wendischen Traditionen gepflegt. Fastnacht, Maibaumaufstellen und Hahnrupfen sind kulturelle Höhepunkte in der Gemeinde, in der die Menschen noch heute eng mit ihren sorbischen/wendischen Wurzeln verbunden sind. Darüber hinaus sind zahlreiche Vereine im Ort aktiv, die das Leben der Dorfgemeinschaft bereichern.

Besonders typisch für das Dorfbild sind die giebelständigen Häuser sowie die Dorfkirche mit der Zweischiffigkeit, die in der Region einmalig ist.

2369 ha
Fläche
602
Einwohner

Geschichte

Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden die Orte Heinersbrück und Grötsch mit der Kommunalwahl im Oktober 2003 zur Gemeinde Heinersbrück. Der Ort Radewiese gehört als Wohnteil seit 1993 zu Heinersbrück.

In der Gemeinde gibt es seit 2008 ein modernes Gemeindezentrum, welches nach Umbau der einstigen Grundschule nun den Vereinen und Gruppen im Ort zur Verfügung steht. Gleichzeitig befindet sich hier der Stützpunkt der Ortsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr mit einem modernen Feuerwehrgerätehaus. In unmittelbarer Nachbarschaft sind auch das Heimatmuseum und der Jugendclub beheimatet. Unweit der Gemeinde gelangt man direkt zum Braunkohletagebau Jänschwalde. Am Aussichtspunkt kann der Besucher zusehen, wie imposante Bagger die Braunkohle in in einer Tiefe bis zu 80 m abbauen.

Die Gründung des Ortes Heinersbrück wird in Überlieferungen mit Heinrich II. in Verbindung gebracht. Mit großer Wahrscheinlichkeit kann der 6. September 1005 als der historische Zeitpunkt (der Ortsgründung) angenommen werden. Zunächst aber mit dem Namen “Henrichsbrugk”. Der Ortssage nach rührt die Bezeichnung durch Heinrich den Städtebauer her. Er ließ eine Art Knüppeldamm (Brücke) erbauen, die für die Überquerung der morastigen Malxe und ihrer Uferregion sehr vorteilhaft war und auch mehrmals bei Feldzügen Heinrichs II. gegen Polen benutzt worden ist.

Die Bedeutsamkeit eines solchen Bauwerkes war schon etwas Besonderes, da Brücken zu der mittelalterlichen Zeit eher selten waren. So wurden erst seit dem 14. Jahrhundert in den Städten Brücken errichtet, Paris besaß nur 2, in Rom gab es nur 3 Brücken, in Venedig gar nur eine, die heute weltberühmte Rialtobrücke. Der Bau des Knüppeldamms blieb offensichtlich auch deshalb ein historisch einmaliger Vorgang. Später wurde er ein wichtiges Element der Infrastruktur beim Abbau von Raseneisenstein, aber auch beim Austausch von Waren aller Art.

Die erste urkundliche Erwähnung von Heinersbrück erfolgte 1411 als Henrichsbrugk. Es gibt zahlreiche Hinweise, die aber auf eine viel frühere Besiedlung schließen lassen.

Ernstzunehmende Quellen belegen, dass im Großraum Heinersbrück bereits während der Zeit der Mittleren Steinzeit, die von 8200 – 5300 v. Chr. datiert wird, Menschen siedelten. Der Ort Radewiese wurde erst 1753 als Kolonistendorf gegründet.

Der Lausitzer Braunkohlen AG (Vattenfall Europe Mining AG) sei Dank, dass im Vorfeld des Braunkohlenbergbaus am Rand des Tagebaus Jänschwalde, im Zuge der “Braunkohlenarchäologie”, bemerkenswerte Funde gemacht wurden. Diese Keramikfunde erhärten die These einer aus heutiger Sicht über 8000 Jahre betragenden Siedlungsgeschichte. Im Zuge der Völkerwanderung, die im 4. Jahrhundert ihren Ausgang nahm, zogen die ursprünglichen Bewohner der Lausitz nach Westen. Von Osten und Südosten wanderten slawische Stämme ins Land und ergriffen etwa im 6. Jahrhundert von der Lausitz Besitz. Das Gebiet der Niederlausitz soll dem Stamm der Lunsizi (auch Lusitzer genannt) besiedelt haben. Die Lunsizi gelten als Vorfahren der Sorben/ Wenden.

(Ouelle: „Heinersbrück-Most“ von Dr. F. Liebo)


Freizeit und Kultur

In der Gemeinde Heinersbrück/Móst wird der lebendigen Pflege der sorbischen/wendischen Sprache und Kultur besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Bereits in der Kindertagesstätte erlernen die Kinder sorbische/ wendische Sprache und werden schrittweise mit den Bräuchen vertraut gemacht.

Natürlich werden in der Gemeinde die traditionellen Feste wie z.B. Fastnacht oder Erntefest gefeiert. Für die Dorffeste nutzen die Heinersbrücker die Gaststätte, die über einen großen Saal verfügt. Herzlich willkommen sind Gäste auch in der Gaststätte Bauernstube und in den zahlreichen Ferienzimmern im Ort.

Zum Fastnachtsumzug sowie zum Erntefest tragen die Mädchen und Frauen ihre traditionellen Festtagstrachten. Wer keine eigene Tracht besitz, hat die Möglichkeit sich in der Trachtenausleihe im Gemeindezentrum Heinersbrück (Alte Schule) eine auf Zeit auszuleihen. Hier gibt es eine große Auswahl an Trachtengrößen und verschiedenen Farben.
Kontakt: Frau Lehnitzke, Tel.: 0355 821647 (Termine nur nach Absprache)

Darüber hinaus gibt es ein reges Vereinsleben. Der Frauenchor, der auch einen wendischen Hochzeitszug original nachgestaltet und die Singegruppe Dundalija pflegen vor alllem das sorbischen/wendische Liedgut.

Der Sportverein, die Schulsporthalle und der Sportplatz bieten ausreichende Möglichkeiten zur aktiven Betätigung.

Partnerschaft mit der polnischen Stadt Świdnica

Seit dem 02.04.2006 besteht eine Partnerschaft zwischen der Gemeinde Heinersbrück/Móst und der polnischen Stadt Świdnica. Die Feierlichkeit fand im Archäologischen Museum des Mittelodergebiets in Świdnica statt. Unterschrieben wurde der Vertrag von der Ortsvorsteherin von Świdnica, Wanda Wojtkowiak, sowie von dem damaligen Bürgermeister, Uwe Lindner.

Die Zusammenarbeit ist bis heute erfolgreich. Etliche Male im Jahr trifft sich eine Delegation aus beiden Orten mit den Vertretern für gemeinsame Projekte.

Projekte mit der Partnerstadt Swidnica


Steuern 2020 & Bankverbindung

Gewerbesteuer:
360 v.H.
Grundsteuer A:
340 v.H.
Grundsteuer B:
389 v.H.
Hundesteuer 1. Hund:
24.00 €
Hundesteuer 2. Hund:
48.00 €
Hundesteuer jeder weitere Hund:
60.00 €
Hundesteuer je gefährlicher Hund:
300.00 €
Für die Überweisungen der Steuern und Spenden nutzen Sie bitte folgende Bankverbindung:
IBAN
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